... und das Münchner Haus:

Rund um das Münchner Haus wurde in den letzten Jahrzehnten sehr viel gebaut. Edelstahl, Glas und Beton bestimmen nun die Optik auf dem Gipfel. Vieles davon hat das Leben und Arbeiten erleichtert; für Behinderte oder Familien mit Kleinkindern im Kinderwagen ist es viel einfacher geworden vom Tal auf die Gipfelstation zu kommen.

Auch für uns sind Transporte einfacher geworden, Urgroßvaters Mulis haben schon lange ausgedient.

Aber Alles hat halt seinen Preis. Jedes Gramm, das wir nach oben oder unten transportieren, muss natürlich bezahlt werden. Unsere Familie, sowie unsere Mitarbeiter brauchen wie jeder Gast gültige Fahrkarten und entrichten auch Parkgebühren.

Das denkmalgeschützte Haus wurde 1897 erbaut und befindet sich noch weitgehend im Originalzustand.

Die Räume, die für unsere Tages- und Übernachtungsgäste zur Verfügung stehen sind eher abenteuerlich als komfortabel . Die Räume für unsere Familie und unsere Mitarbeiter sind noch etwas einfacher. Unser alter gepflegter Wamsler-Küchenherd wird mit Holz beheizt und ist unsere Wärmequelle und unsere Kochstelle. Das Speisenangebot ist daher sehr eingeschränkt.

Unser Arbeitseinsatz beginnt morgens um 5.00 Uhr mit dem Beheizen des Holzofens und der Frühstücksvorbereitung. Es müssen Schlafräume, Sanitäranlagen und Gasträume gesäubert werden. Es wird danach für das Tagesgeschäft vorbereitet. Ab 15:00 Uhr erfolgt die Ausgabe der Schlafkarten an die Übernachtungsgäste. Abendessen gibt es um ca. 18:00 Uhr, Hüttenruhe ist um 22:00 Uhr. Feierabend ist für uns und unsere Mitarbeiter um 23:00 Uhr und das 7 Tage die Woche von Mai bis Oktober.

Wir arbeiten alle sehr gerne, sonst wären wir nicht schon fast 30 Jahre hier oben. Manchmal wünschten wir uns Automaten zu sein, die 18 Stunden am Tag lächeln können um auf noch so aggressive Bemerkungen mit buddhistischer Gleichmut antworten zu können. Aber leider sind wir nur ganz normale Menschen, die vielleicht schon 3 Wochen keinen freien Tag mehr hatten, oder denen vom letzten großen Biertransport noch das Kreuz weh tut.

Wir verstehen auch Sie liebe Gäste, die Sie schon seit dem Morgengrauen unterwegs sind, vielleicht waren Sie auch schon stundenlang im Stau, hatten dann noch lange Wartezeiten bei der Bahn oder lange Schlangen am Klettersteig.
Jetzt kommen sie zu uns und ärgern sich vielleicht, weil gerade die Küche geputzt wird und sie nun 20 Minuten auf ihr Getränk warten müssen. Danach erfahren Sie, dass es statt des erhofften Schnitzels nur Nudeln mit Tomatensoße gibt.
Und der Wirt brummelt dann auch noch irgendwas Unverständliches auf Bayrisch.

Last's uns Verständnis haben für einander, freu'n wir uns, dass wir an diesem schönen Ort sein dürfen!


Die Wirtsleute:

Hansjörg Barth
und
Andrea Zwinger:

Die beiden sind unzertrennlich und schwer verliebt. Trotz der vielen Arbeit, bei einem bis zu 18 Stundentag im Münchner-Haus, findet sich immer noch die wichtige Zeit für die Familie.


Toni:

Der Sohn von Hansjörg und Andrea ist als Schlossermeister sehr beschäftigt, dennoch hilft er gerne, wenn es seine knappe Freizeit zulässt.


Theresa:

Die Tochter von Hansjörg und Andrea studiert. Auch sie hilft gerne in den Semesterferien.


Schnitti:

In früheren Jahren war er in Dresden als Pfleger des Denkmals vom Hofnarr Fröhlich stadtbekannt. Heute ist er Deutschlands höchster Grillmeister und verkauft seine bekannten sauer-stoffarm gegrillten Riesen-Bratwürste mit Bravur.


Wetterwart Schorsch:

Seit vielen Jahren bringt er pflichtbewusst den Wetterbericht für die Bergsteiger. Abends in der Küche erzählt er von seinen vielen Weltreisen, und bringt damit Abwechslung in den harten Alltag des Hüttenpersonals.


Wachter:

Stephan Reiser - Sohn des Königs der Eisstockschützen bekannt als Wachter Schorsch - unterstützt das  Münchnerhaus so oft er kann als Schankkellner und ist ein gern gesehener Freund des Hauses und der Familie Barth.

 

Die Computertechnik::

Nach Hüttenruhe wird mit vereinten und auch digitalen  Kräften die AV-Reservierungen geprüft, Speise-karten für den nächsten Tag erstellt und die Abrechnungen und Bestellungen erledigt.

 

In der gemütlichen Gaststube erlebt man neben zünftigem Brotzeiten und guten Bieren auch ein kleine Zeitreise. Gemälde, Fotos und verschiedene Gegenstände spiegeln die Geschichte vom Münchner-Haus wieder.


Auf diesem alten Holzfeuerofen werden seit 1946 täglich frische Speisen zubereitet und die Stube geheizt.

Kein High-Tech im Münchner-Haus und deshalb kann es auch mal eine Minute länger dauern - dafür schmeckt es aber um so besser.


Die Stube: Hier sitzt man all abendlich gemütlich zusammen, sofern man sich zu den guten Bekannten und Freunden der Barths zählen kann. Dieses Eck ist das Heiligtum vom Münchner-Haus.


Unsere Zimmerlager sind eng aber gemütlich. Tägliche Reinigung der Lager ist im Münchner-Haus selbst-verständlich. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass man in einer Berghütte übernachtet und nicht in einem 5 Sterne Hotel mit Zimmer-service.


Damit auf dem Zugspitzgipfel auch immer Recht und Ordnung herrscht, ist Hansjörg Barth nebenher noch ehrenamtlicher Zugspitz-Gendarm ;-) Vorsicht !!!


Die Zugspitze.

Der Kleine und der
Große Waxenstein.


Die Zugspitze.

Der Hochblassen:


Die Alpspitze:

Die Königspitz::


 

Auf engstem Raum hat Hansjörg seine Gemälde, die er an Schlecht-wettertagen malt, auf gehängt. Unikate, wie der Maler selbst.