"Kein Klettersteig - eine hochalpine Tour!"

Ausblick von der
mittleren Höllentalspitze
auf die Zugspitze

Charakter:
Der Jubiläumsgrat ist kein Klettersteig, sondern ein langer, über weite Strecken ausge­setzter Grat in hochalpinem Gelände, der alpine Erfahrung und Orientierungssinn verlangt.

Allerdings sind fast alle klettertechnisch schwieri­gen Stellen durch eiserne Tritte und Griffe und vor allem durch Drahtseilversicherungen entschärft, wobei es jedoch auf weite Strecken, auch an ausge­setzten Stellen, keine Drahtseil­versicherungen gibt.


Ausbau:
Gerüchte über einen erfolgten oder geplanten Rückbau der Sicherungen entsprechen nicht den Tatsachen. Nur an der (wenn man von der Zug­spitze kommt) ersten Kletterstelle, sind die Draht­seile entfernt, die dazu gehörigen Haken jedoch belassen und ein zusätzlicher Abseilhaken angebracht worden. Wer hier im Abstieg Schwierig­keiten hat, den dürfte das Unter­nehmen mit Sicherheit überfordern Wer diese Stelle meistert, der wird auch im weiteren Verlauf der Tour keine Probleme haben, wenn nicht andere Erschwernisse wie Nebel oder Wettersturz dazukommen, mit denen man bekanntlich im hochalpinen Gelände immer rechnen muss.


Derzeitiger Zustand:
Die Sicherungen auf dem Grat und auch die Sicherungen am Brunntalgrat (Notabstieg zur Knorrhütte, beginnend zwischen Mittlerer und Äußerer Höllentalspitze) und zwischen dem Ende des Grates am westlichen Fuß des Hochblassens und der "Falschen Grieskarscharte" waren Ende Oktober 2003 im Wesentlichen in Ordnung.
Zwei Felsstürze an der Vollkarspitze im Winter 2000/2001 und im September 2001 hatten auf 50 m die Sicherungen zerstört . Der Nordgipfel der Vollkarspitze existiert seit dem zweiten Felssturz nicht mehr. Die Schäden wurden inzwischen behoben, so dass der Grat wieder begehbar ist. Allerdings ist das Gelände an der W-Seite der Vollkarspitze sehr steil und  erfordert einige Muskelkraft. Im Sommer 2002 wurden Trittstifte angebracht, so dass die Stelle im Vergleich zum Vorjahr einigermaßen entschärft ist. Umgehung auf der S-Seite ist möglich aber wegen brüchigen Gesteins ziemlich unangenehm.

Die Markierungen sind eher spärlich und werden es auch bleiben. Nur an ganz entscheidenden Stellen werden sie aufgefrischt. Aufmerksamkeit und Orientierungssinn sind gefragt!


Schäden?
Auch in Zukunft werden eintretende Schäden nach Bekannt werden behoben, um in etwa den derzeitigen Ausbauzustand zu halten. Das kann natürlich im Einzelfall einige Zeit dauern, denn der Verantwortliche erfährt es nicht unbedingt sofort, und die Arbeiten hängen von den Verhältnissen und vom Wetter ab.


Ansprechpartner für Schäden:
Hinweise über Schäden bitte:

an den Wegreferenten der Sektion München des DAV:
Dr. Konrad Kirch
Tel.: 08153 952392
Fax: 08153 952393
Email: Konrad.Kirch@gmx.de 

an die Service-Stelle der Sektion München:
Tel.: 089 551700 0
Fax: 089 551700 99

an die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen:
Tel.: 08821 3611

oder an die jeweiligen Hüttenwirte.


Anmerkung:
Der Text auf dieser Internetseite wurde aus der Broschüre des DAV Sektion München zum Thema Jubiläumsgrat vom Herbst 2002 ohne Veränderungen übernommen. Für die Richtigkeit übernimmt der Webmaster bzw. Hansjörg Barth keine Verantwortung.